1977 bis 1984 In diesem Zeitraum traf sich, vorerst in privatem Rahmen, regelmäßig eine Gruppe von Frauen, um persönliche Erfahrungen und Probleme auszutauschen. Bald entstand der Wunsch, dieser Gruppe einen breiteren und öffentlichen Rahmen zu geben - ein Frauencafe wurde ins Leben gerufen. Dies war die eigentliche Geburtsstunde des heutigen Frauenhauses, denn es dauerte nicht lange, und immer wieder wandten sich Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen waren, an die Frauengruppe. Anfangs wurden betroffene Frauen in Privatwohnungen untergebracht, später in Hotels. Die Kosten dafür wurden aus privaten Spenden aufgebracht, die Betreuung und Begleitung betroffener Frauen wurde von den engagierten Frauen ehrenamtlich übernommen. Kontakte zu anderen Frauengruppen in Linz, Wien und Salzburg wurden geknüpft und förderte eine Entwicklung in Richtung gesellschaftspolitischem Engagement. Die Idee, einen Verein zu gründen, nahm konkrete Formen an.

1984 bis 1988 Gründung des Vereines "Notruf für vergewaltigte, misshandelte und bedrohte Frauen". Öffentliche Bekanntmachung eines Notrufdienstes für Frauen, Beratungsstunden, rechtliche Information und Begleitung bei amtlichen Wegen. Eine kleine Wohnung konnte angemietet werden und wurde durch die Mitgliedsbeiträge der Vereinsfrauen finanziert. Das Engagement für betroffene Frauen war nach wie vor ehrenamtlich. Die Vereinsgründung ermöglichte, minimale Förderungen der Sachkosten von öffentlichen Stellen zu bekommen.

1989 bis 1992

Mit Jänner 1989 konnte über AMS Förderung die erste Mitarbeiterin angestellt werden. Die Bürozeiten wurden erweitert und die Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut. Durch die konstante Anwesenheit einer Mitarbeiterin wurde die Betreuung und Beratung betroffener Frauen intensiviert. Die Anstellung einer weiteren Mitarbeiterin 1990 wurde notwendig und die zweite Wohnung konnte angemietet werden. Anhand der steigenden Zahlen der betroffenen Frauen, die sich an den Notruf wandten, zeigte sich, dass auch in Steyr viele Frauen Opfer häuslicher Gewalt waren.

Durch die Präsenz in der Öffentlichkeit reichten die Kapazitäten zur Unterbringung der Frauen und Kinder bald nicht mehr aus. Konkrete Verhandlungen mit dem Magistrat Steyr wurden geführt, um ein geeignetes Haus anmieten und adaptieren zu können.

Juli 1992 ERÖFFNUNG DES FRAUENHAUSES STEYR

1992 bis 1996 Ständige Probleme, den laufenden Betrieb zu finanzieren. Die Angebote wurden erweitert, vermehrte Öffentlichkeitsarbeit, hohe Belagszahlen.

1999 Novelle des Sozialhilfegesetzes - OÖ Frauenhäuser sind im SH Gesetz verankert (als erstes Bundesland in Österreich) - das bedeutet erstmalige Finanzierung des gesamten laufenden Betriebes durch das Land OÖ. Verhandlungen über einen Finanzierungsvertrag und dessen Details wie Leistungsangebot, Personaleinheiten etc. nehmen konkretere Formen an.
2001


Der Vertrag der OÖ Frauenhäuser mit der Landesregierung ist geschlossen. Genau definierte Leistungen des Vereines werden vom Land bezahlt.